Zwei Steves und eine Garage: Wie aus einer verrückten Idee das Imperium Apple wurde
S01:E10

Zwei Steves und eine Garage: Wie aus einer verrückten Idee das Imperium Apple wurde

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Zwei Steves und eine Garage: Wie aus einer verrückten Idee das Imperium Apple wurde

Stell dir vor, du sitzt in einer muffigen Garage, umgeben von Kabelsalat, heißen Lötkolben und dem Geruch von geschmolzenem Plastik. Es ist das Jahr 1976 im sonnigen Kalifornien. Vor dir auf dem hölzernen Arbeitstisch liegt eine nackte grüne Platine, aus der bunte Drähte ragen. Was wie ein wildes Bastelprojekt aussieht, ist der Funke einer Revolution, die die Welt für immer verändern wird. An diesem Tisch sitzen zwei junge Männer, die beide Steve heißen: Steve Jobs und Steve Wozniak. Sie haben kein Geld, keinen echten Businessplan, aber eine Vision, die so gigantisch ist, dass die Leute sie damals für absolut verrückt erklärten.

Die beiden Steves könnten nicht unterschiedlicher sein. Steve Wozniak, von allen nur „Woz“ genannt, ist das absolute Technik-Genie. Er ist eher schüchtern, trägt einen wilden Vollbart und liebt es, komplizierte Schaltkreise zu entschlüsseln. Woz baut Computer nicht, um reich zu werden. Für ihn ist das Erschaffen von Technik wie Kunst – er will einfach nur die Grenzen des Machbaren verschieben und seine Freunde beeindrucken. Auf der anderen Seite steht Steve Jobs. Er versteht zwar die Grundlagen der Technik, ist aber kein genialer Programmierer. Seine Superkraft ist eine andere: Er ist ein Visionär, ein unglaublicher Redner und ein geborener Verkäufer. Jobs erkennt sofort das Potenzial in Wozniaks genialen Erfindungen. Er weiß, wie man Menschen für eine Zukunft begeistert, von der sie selbst noch gar nicht wissen, dass sie sie wollen.

Ihre erste echte Zusammenarbeit war ein ziemlich frecher Streich. Woz erfand eine sogenannte „Blue Box“ – ein kleines Gerät, mit dem man die Signale des Telefonsystems austricksen und weltweit völlig kostenlos telefonieren konnte. Jobs war begeistert, sah aber sofort die Geschäftsmöglichkeit. Anstatt nur Streiche zu spielen, verkauften die beiden diese Boxen heimlich an Studenten. Dabei lernten sie die wichtigste Lektion ihres Lebens: Woz baut die Magie, Jobs verkauft sie. Das war die perfekte Formel für ihren späteren Welterfolg.

Der eigentliche Urknall von Apple ereignete sich im legendären „Homebrew Computer Club“, einem Treffpunkt für absolute Computer-Freaks. Wozniak wollte seinen Kumpels dort nur eine Platine zeigen, die er entworfen hatte. Man konnte sie an einen normalen Fernseher und eine Tastatur anschließen. Das war der Apple I. Für die damalige Zeit war das eine Sensation, denn Computer waren damals so groß wie Kühlschränke und unbezahlbar für normale Menschen. Als Steve Jobs diesen Prototyp sah, stand für ihn fest: „Wir müssen eine Firma gründen!“

Doch wie gründet man eine Firma ohne Geld? Die beiden Steves mussten alles auf eine Karte setzen. Steve Jobs verkaufte seinen geliebten VW-Bus und Steve Wozniak trennte sich von seinem wertvollsten Besitz, einem programmierbaren Taschenrechner von Hewlett-Packard. Zusammen kratzten sie magere 1.300 Dollar zusammen. Am 1. April 1976 – passenderweise am Aprilscherztag – gründeten sie offiziell die Apple Computer Company. Der Name „Apple“ (Apfel) war Jobs’ Idee. Er war kurz zuvor auf einer Apfelplantage gewesen und fand, dass der Name freundlich, frisch und überhaupt nicht einschüchternd klang. Er wollte den Menschen die Angst vor der neuen Technologie nehmen.

Die Werkstatt der neugeborenen Firma war die Garage von Jobs’ Eltern in Los Altos. Hier herrschte das pure Chaos. Jobs’ Mutter half sogar mit, indem sie den fleißigen Bastlern Kaffee brachte und das Telefon beantwortete, um der Firma einen professionellen Eindruck zu verleihen. Wozniak lötete Tag und Nacht Platinen zusammen, während Jobs potenzielle Käufer anrief. Ihr erster großer Deal war der Verkauf von 50 Apple I Computern an einen lokalen Elektronikladen.

Der Apple I war ein Erfolg unter Bastlern, aber der echte Durchbruch kam ein Jahr später mit dem Apple II. Das war der erste Computer weltweit, der nicht wie eine nackte Platine aussah, sondern in einem schicken, geschlossenen Plastikgehäuse steckte. Er hatte eine eingebaute Tastatur und konnte – als absolute Weltsensation – Farbgrafiken auf dem Bildschirm darstellen. Der Apple II machte die beiden Steves im Handumdrehen zu Millionären und legte den Grundstein für das Apple-Imperium, das wir heute kennen.

Die Geschichte der beiden Steves zeigt, dass man kein riesiges Budget oder ein großes Labor braucht, um die Welt auf den Kopf zu stellen. Man braucht nur die richtige Kombination aus Talent, Leidenschaft, Mut und einem Partner, der die eigenen Schwächen ausgleicht. Die beiden haben in einer kleinen, staubigen Garage bewiesen, dass die größten Träume oft auf kleinstem Raum beginnen.

Warum ergänzten sich Steve Jobs und Steve Wozniak so perfekt als Gründerduo?

Was war die ‘Blue Box’ und welche wichtige Lektion lernten die beiden Steves durch dieses Gerät?

Welche persönlichen Gegenstände verkauften die beiden Steves, um das Startkapital für Apple zusammenzubekommen?

Wie viel Startkapital hatten Jobs und Wozniak insgesamt zur Verfügung, als sie Apple gründeten?

An welchem ungewöhnlichen Datum wurde die Apple Computer Company offiziell gegründet?

Wie kam Steve Jobs auf den Firmennamen ‘Apple’ und was wollte er damit bewirken?

Wo befand sich die erste Werkstatt der neugegründeten Firma Apple und wer half dort im Hintergrund mit?

Was war der ‘Homebrew Computer Club’ und warum war er so wichtig für die Geschichte von Apple?

Was war der entscheidende Unterschied zwischen dem Apple I und dem Apple II?

Welche wichtige Botschaft für junge Menschen lässt sich aus der Gründungsgeschichte von Apple mitnehmen?

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